Aschenputtel

“Es war einmal…” – So oder so ähnlich fängt jedes Märchen an, so auch das Märchen von Aschenputtel. Im deutschsprachigem Raum unter “Aschenputtel” bekannt, hat diese Märchenfigur einen großen Bekanntheitsgrad erreicht. Dabei handelt es sich um ein wohlerzogenes Mädchen, das von ihrer Stiefmutter und ihren Stiefschwestern als Arbeitskraft ausgebeutet wird, am Ende aber doch noch ihr Glück mit einem Prinzen findet.

Verfasst wurde “Aschenputtel” von den Brüdern Grimm, bei denen sich das Märchen in ihrer berühmten Märchensammlung einreiht. Ihre Geschichte basiert auf der mündlichen Weitergabe von Charles Perraults “Cendrillon ou la Petite Pantoufle de verre” aus 1697. Perraults Fassung ist Grundlage des berühmten Walt Disney Films “Cinderella”, in dem sich – durch Hilfe einer Fee – ein Kürbis in eine Kutsche und Mäuse in Pferde verwandeln, um Aschenputtel bzw. Cinderella zum Ball des Prinzen zu bringen.

Auch der Film “Drei Haselnüsse für Aschenbrödel” hat es zu einem gewissen Bekanntheitsgrad geschafft und wird gern zur Weihnachtszeit gespielt. In dieser Version stehen, an Stelle der Fee, drei Haselnüsse als Wunschinstrument für Aschenbrödel.

Gebrüder Grimms Version

Das Märchen handelt von einem wohlerzogenen, fleißigen Mädchen, dessen Vater ein wohlhabender Kaufmann war und dessen Mutter verstarb. Ihr Vater lernte eine neue Frau kennen, die fortan mit ihren zwei Töchtern als Stiefmutter in die Familie kam.

Aschenputtel ist ein Märchen der Gebrüder Grimm.

Aschenputtel ist ein Märchen der Gebrüder Grimm.

Anders als die wahre Mutter, zwang der neue Familienanschluss dem Mädchen jegliche schmutzige Arbeit im Haushalt auf, während die Stiefschwestern keinen Finger krümmen mussten und ihr das Leben schwer machten. Es bekam sogar einen neuen Schlafplatz neben dem Kamin zugeteilt, weshalb sie auch “Aschenputtel” genannt wurde. Das fleißige Mädchen besuchte oft in Trauer das Grab ihrer Mutter.

Eines Tages wurde bekannt, dass der König einen Ball veranstalten wird, an dem die Frau für seinen Sohn gefunden werden sollte. Gern wollte Aschenputtel auf den Ball, doch die Stiefmutter stellte die Bedingung, dass sie erst alle Linsen aus einer Schüssel mit Asche lesen sollte. Weiße Tauben, zu denen das Mädchen immer gut war, halfen bei der Auslese. Trotz Erledigung der Aufgabe ging die Stiefmutter mit ihren Töchtern allein zum Ball, da Aschenputtel keine passende Kleidung hätte.

Traurig ging Aschenputtel zum Grab ihrer Mutter, an dem erneut die Tauben zur Hilfe kamen und ihr ein wunderschönes Kleid und Pantoffeln bescherten. Auf dem Ball angekommen, fragte sich jeder, wer die schöne Unbekannte sei und auch der Prinz hatte ein Auge auf sie geworfen. Zweimal konnte das Mädchen unerkannt entkommen, doch beim dritten Mal verlor sie einen Pantoffel auf der Treppe.

Der Prinz machte sich mit dem Pantoffel auf die Suche und verkündete, dass er diejenige zur Frau nehme, der der Pantoffel passe. Auf Drängen der Stiefmutter schnitt sich die eine Stieftochter die Ferse und die andere ein Zeh ab. Doch die Tauben deckten den Betrug auf und wiesen auf das Blut im Schuh hin.

So entdeckte der Prinz doch noch Aschenputtel und die beiden heirateten und lebten glücklich und zufrieden bis an das Ende ihrer Tage.

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